Einleitung
Betriebs- und Verkehrssicherheit eines Kraftrades
Betriebssicherheit bedeutet, dass das Kraftrad technisch zuverlässig funktioniert und ohne Gefahr in Betrieb genommen werden kann. Dazu müssen alle wichtigen Bauteile funktionsfähig und ausreichend gewartet sein.
Zu kontrollieren sind insbesondere:
- Motoröl, Kühlmittel und Kraftstoff,
- Motor, Kupplung und Getriebe,
- Kette, Riemen oder Kardanantrieb,
- Lenkung, Federung und Seitenständer,
- austretende Flüssigkeiten,
- ungewöhnliche Geräusche oder Warnleuchten.
Verkehrssicherheit bedeutet, dass das Kraftrad sicher am öffentlichen Straßenverkehr teilnehmen kann. Der Fahrer ist dafür verantwortlich, dass das Fahrzeug vorschriftsmäßig ist und durch seinen Zustand, die Beladung oder einen Beifahrer keine Gefahr entsteht.
Vor jeder Fahrt sollten kontrolliert werden:
- Reifen: Luftdruck, Profiltiefe, Beschädigungen und Fremdkörper,
- Bremsen: Bremswirkung, Druckpunkt, Bremsleitungen und Bremsflüssigkeit,
- Beleuchtung: Abblendlicht, Fernlicht, Blinker, Brems- und Schlussleuchte,
- Lenkung: freie und leichte Beweglichkeit,
- Spiegel: sauber, fest und richtig eingestellt,
- Kennzeichen: vorhanden, sauber und sicher befestigt,
- Kette: richtig gespannt, geschmiert und nicht beschädigt,
- Ladung: sicher befestigt und gleichmäßig verteilt.
Auch der Fahrer muss fahrtüchtig sein. Müdigkeit, Alkohol, Drogen, Medikamente, Krankheit oder starke Ablenkung können die sichere Fahrzeugführung beeinträchtigen.
Werden sicherheitsrelevante Mängel festgestellt, darf die Fahrt nicht begonnen oder muss sofort beendet werden. In der Fahrausbildung gehören Räder, Bereifung, elektrische Einrichtungen, Bremsanlage und Ausrüstung ausdrücklich zur Abfahrkontrolle.
Merksatz: Betriebssicher bedeutet: Das Kraftrad funktioniert. Verkehrssicher bedeutet: Es kann ohne vermeidbare Gefährdung am Straßenverkehr teilnehmen.
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