6.2 Verkehrswahrnehmung
1. Bedeutung
Verkehrswahrnehmung ist die Fähigkeit, das gesamte Verkehrsgeschehen aufmerksam zu beobachten, richtig einzuschätzen und rechtzeitig zu reagieren. Sie ist eine der wichtigsten Grundlagen für sicheres Fahren – denn die meisten Unfälle entstehen durch fehlende oder verspätete Wahrnehmung.
2. Elemente der Verkehrswahrnehmung
a) Blickführung
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Weit vorausschauen, nicht nur den Bereich direkt vor dem Fahrzeug.
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Seitenbereiche beachten: Gehwege, Einmündungen, parkende Fahrzeuge.
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Regelmäßiger Blickwechsel zwischen Fahrbahn, Spiegeln und Umfeld.
b) Spiegel- und Schulterblick
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Innenspiegel und Außenspiegel regelmäßig kontrollieren.
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Schulterblick einsetzen, um den toten Winkel auszuschließen.
c) Gefahren erkennen
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Kinder: können plötzlich und unberechenbar handeln.
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Radfahrer und E-Scooter: schmal, schnell und oft schwer zu erkennen.
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Senioren oder Menschen mit Behinderungen: brauchen mehr Zeit und reagieren langsamer.
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Wetter- und Straßenbedingungen: Nebel, Regen, Schnee oder Baustellen verändern die Fahrsituation erheblich.
3. Ziel
Durch gute Verkehrswahrnehmung kann der Fahrer:
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Gefahren frühzeitig erkennen,
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seine Fahrweise rechtzeitig anpassen,
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Unfälle vermeiden und
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vorausschauend sowie defensiv fahren.
4. Merksätze
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„Nur wer sieht, kann reagieren.“
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„Blickführung + Spiegel + Schulterblick = Sicherheit.“
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„Früh erkennen heißt sicher handeln.“
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