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3.3 Besondere Gruppen im Straßenverkehr


1. Kinder

Kinder gehören zu den unberechenbarsten Verkehrsteilnehmern.

  • Sie haben ein eingeschränktes Gefahrenbewusstsein und achten nicht immer auf den Verkehr.

  • Ihre Körpergröße schränkt die Sicht ein (sie sehen weniger und werden schlechter gesehen).

  • Kinder können plötzlich auf die Straße laufen, z. B. zwischen parkenden Autos.

  • Besondere Vorsicht ist an Schulen, Kindergärten, Spielplätzen und Haltestellen notwendig.

👉 Verhalten: langsam fahren, bremsbereit sein, immer mit dem Unerwarteten rechnen.


2. Senioren

Senioren nehmen am Straßenverkehr oft langsamer und vorsichtiger teil.

  • Reaktionszeiten sind verlängert, Bewegungen weniger schnell.

  • Manchmal gibt es Einschränkungen im Sehen oder Hören.

  • Senioren brauchen mehr Zeit zum Überqueren der Straße.

  • Sie können unsicher wirken, z. B. beim Einsteigen oder beim Radfahren.

👉 Verhalten: Geduldig bleiben, Abstand halten, nicht drängeln.


3. Menschen mit Behinderungen

Diese Gruppe ist im Straßenverkehr besonders schutzbedürftig.

  • Rollstuhlfahrer oder Menschen mit Rollatoren bewegen sich langsamer und brauchen mehr Platz.

  • Blinde und Sehbehinderte sind an ihrem weißen Stock oder Blindenhund erkennbar.

  • Hörbehinderte reagieren nicht auf Hupen oder Motorengeräusche.

👉 Verhalten: großen Seitenabstand halten, Schrittgeschwindigkeit einhalten, Vortritt gewähren.


4. Tiere im Verkehr

Auch Tiere können Teil des Straßenverkehrs sein, besonders:

  • Reiter auf Pferden: Tiere reagieren empfindlich auf Geräusche → kein Hupen, langsam vorbeifahren.

  • Vieh auf Landstraßen (z. B. Kühe, Schafe, Ziegen): kann plötzlich die Fahrbahn betreten.

  • Wildtiere (z. B. Rehe, Wildschweine) besonders in Waldgebieten → Gefahr von Wildunfällen.

👉 Verhalten: Geschwindigkeit reduzieren, ruhig bleiben, ausreichend Abstand einhalten.


5. Fazit

Besondere Gruppen im Straßenverkehr erfordern von jedem Fahrer höchste Aufmerksamkeit, Geduld und Rücksichtnahme.

  • Kinder → unberechenbar.

  • Senioren → langsamer, vorsichtiger.

  • Menschen mit Behinderungen → mehr Platz und Zeit.

  • Tiere → schreckhaft, unkontrollierbar.


6. Merksätze

  • „Kinder rechnen nicht – sie rennen.“

  • „Senioren brauchen Zeit – Geduld schützt.“

  • „Menschen mit Behinderungen haben Vorrang.“

  • „Tiere erschrecken – leise und langsam fahren.“